Blended Learning Teil 2: Optimales Verhältnis von Lernerfolg und Aufwand

Blended Learning

Blended Learning Teil 2:

Optimales Verhältnis von Lernerfolg und Aufwand


Im ersten Beitrag haben wir das Selbstlernen betrachtet und wie Motivation und Selbstmanagement den Lernerfolg bestimmen.

In diesem Beitrag zeigen wir die Möglichkeiten, die Blended Learning als Zusammenwirken unterschiedlicher Lernformate bietet.

Nehmen wir ein konkretes Lernthema:

Führungskräfte sollen ihre Fähigkeiten „Mit Konflikten produktiv umgehen“ verbessern.

Ein Blended Learning Programm könnte dann so aussehen:

  1. Ein Web-Based-Training vermittelt Wissensinhalte zum Thema, z.B. Konfliktsymptome, Konfliktarten, Konfliktprozesse, Konfliktstrategien, Umgang mit Widerständen, …

    Die Teilnehmer lernen selbstständig und selbstgesteuert.

  2. Ein Live-Online-Training nimmt die Wissensinhalte auf und verbindet sie mit der Praxis der Führungskräfte. Sie besprechen konkrete Fälle, tauschen ihre Erfahrungen aus und entwickeln Ideen für die Praxis. Perspektivwechsel tragen dazu bei, Einstellungen zu Konflikten und zum persönlichen Konfliktverhalten zu überprüfen und die Bereitschaft zu Veränderungen zu schaffen.

    Die Teilnehmer motivieren sich in 90-minütigen Sessions, ihren Umgang mit Konflikten zu verbessern.

  3. Präsenztrainings konzentrieren sich auf das Verhalten der Führungskräfte in Konflikten. Konflikt wahrnehmen, Konfliktgespräche führen, mit Widerständen umgehen.

    Die Führungskräfte trainieren und üben in der Gruppe mehrfach ihre Themen und erhalten Feedback. Sie erwerben neue Verhaltensmöglichkeiten und erweitern ihr Verhaltensrepertoire für Konfliktsituationen.

  4. Transferaufgaben sorgen für die Umsetzung der Lernziele in der Praxis. Dazu können z.B. Selbstreflexion, Einholen von Feedbacks von Kollegen gehören.

Blended Learning

  • berücksichtigt die unterschiedlichen Lernzielebenen: Einstellung, Wissen, Verhalten, Transfer
  • schöpft verschiedene Lernformate und Lernmethoden lernzielorientiert aus: z. B. Wissenserwerb durch selbstgesteuertes Lernen, Verhaltenstraining in Gruppen
  • steuert und kontrolliert den Lernerfolg aller Lernziele z. B. durch Wissenschecks, Feedback​ zu Verhalten, Praxisreflexion
  • reduziert Aufwand und Kosten für die Führungskräfte durch wenig Abwesenheit und weniger Reisezeit
  • optimiert den Lernerfolg durch den Mix von Lernformaten und Lernmethoden „the magic is in the mix“.

Blended Learning ist nicht neu – neu sind die technischen Möglichkeiten und die Bereitschaft der Lernenden, alle Vorteile zu nutzen.

Blended Learning Programme bieten noch viele Chancen, die Kompetenzen von Mitarbeiter*innen und Führungskräften im Sinne der Unternehmensziele weiterzuentwickeln.


Mehr dazu in den nächsten Blogs:

  • Wie sieht eine geeignete Lernumgebung aus?
  • Welche Tools und Methoden sind für das Selbstmanagement wesentlich?
  • Wie kann jeder seinen Lerntyp einschätzen und was bedeutet das?

Wir möchten Ihre Erfahrungen zum Selbstlernen, zum Selbststudium und zum E-Learning kennen. Schreiben Sie uns!


WOLFGANG GASSNER

Gesellschafter & Partner

Strategie, Veränderungen, Führungskräfteentwicklung


©CONSENSUS Consulting GmbH


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Blended Learning Teil 1: Selbstlernen und Lerntypen